Altbausanierung: Dreifach verglast, doppelt bereut?
Die Altbausanierung ist ein komplexes Thema. Oftmals wird zur Steigerung der Energieeffizienz und Herbeiführung von Fördermitteln auf moderne Dreifachverglasung gesetzt. Doch Vorsicht! Was auf dem Papier als Fortschritt erscheint, kann in der Realität zu unerwünschten, teuren Nebeneffekten führen: Plötzlich schwitzende Wände.
Die Ursache: Ein Ungleichgewicht.
Der Einbau hochdämmender Fenster verändert das bauphysikalische Verhalten des gesamten Gebäudes. Im Altbau sind die Wände oft weniger gedämmt als die neuen Fenster. Dadurch kann ein Ungleichgewicht entstehen. Die warme, feuchte Raumluft kondensiert oftmals nun bevorzugt an den kältesten Oberflächen – den Wänden.
Die Auswirkungen: Mehr als nur feuchte Flecken
- Schimmelbildung: Feuchtigkeit ist der ideale Nährboden für Schimmel. Dieser kann nicht nur die Bausubstanz schädigen, sondern auch gesundheitliche Probleme verursachen.
- Bauschäden: Durchfeuchtete Wände können langfristig zu Schäden an Putz und Mauerwerk führen.
- Eingeschränktes Raumklima: Hohe Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt das Wohlbefinden und kann zu einem unangenehmen Raumklima führen.
Was tun?
Bevor Sie in neue Fenster investieren, sollten Sie eine umfassende energetische Beratung von ELPERS® in Anspruch nehmen. Ein Experte kann die spezifischen Gegebenheiten Ihres Altbaus analysieren und ein ganzheitliches Sanierungskonzept entwickeln. Dieses sollte nicht nur die Fenster, sondern auch die Dämmung der Wände und die Belüftung berücksichtigen. Regelmäßiges und richtiges Lüften ist zudem essenziell, um die Luftfeuchtigkeit im Innenraum zu regulieren.
Fazit
Dreifachverglasung ist nicht per se schlecht, aber im Altbau ohne begleitende Maßnahmen kann sie mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen. Eine durchdachte Planung und die Berücksichtigung des Gesamtsystems sind entscheidend für eine erfolgreiche Altbausanierung. Sprechen wir darüber!

